Bei mir kam sie schleichend.  Während es, denke ich,  vollkommen normal ist, sich alle paar Tage ,,Erleichterung” zu verschaffen, wurde dies im Laufe der Zeit mehr. 

Viele Gründe spielen mit hinein, fast alle haben mit irgendeiner Art Frustration zu tun, ob nun im Beruf oder dem Familienleben.

Aus dem alle paar Tage wurde regelmässig, aus regelmässig wurde täglich, daraus mehrfach täglich, bis es so weit war, dass ich den Tag mit Masturbation begann und beendete. 

Dazwischen legte ich auch Hand an, wann immer Zeit war – manchmal aus einer Laune heraus, manchmal aus Frust, manchmal aus Langeweile, und immer begleitend von Pornokonsum.

Erst im Nachhinein kann ich sagen, dass das, was mir eigentlich Entspannung hätte verschaffen sollen, vollkommen ins negative umgesprungen war.

Von Beginn eines jeden Tages an war ich Kraft – und Energielos, was wiederum frustrierend war und nur dazu führte, dass ich den kurzfristigen Energieschub suchte, den man sich vom selbst herbeigeführten Orgasmus erhofft. 

Eine Verhaltensspirale , die ich selbst gar nicht mehr zu erkennen imstande war.  Ich merkte zwar, dass es mir schlecht ging, brachte es aber nicht mit dem eskalierten Masturbationsverhalten in Verbindung. 

 

Eigentlich davon unabhängig, führten dann andere Einflüsse und Veränderungen in meiner Lebenssituation dazu, dass ich etwas für mich Neues ausprobierte, was ich schon lange einmal hatte mal versuchen wollen, und nahm Kontakt zu Herrin LaNisha auf. Ich hatte zuvor ihre Regeln studiert und war mir bewusst, dass Keuschhaltung eine der Wichtigsten davon ist.  Ich war bereit, diesen Teil umzusetzen, allerdings ohne es wirklich zu verstehen.  Sechs Tage vor dem ersten Treffen also begann ich, mir den Orgasmus zu verweigern.  Ich kann sagen, dass schon nach wenigen Tagen die ersten Anzeichen positiver Veränderungen eintraten: die ständige Erschöpfung war fort. 

 

Mein Fehler war, dass ich dachte, das Keusch sein lediglich bedeutet, keinen Orgasmus zu haben. Das setzte ich zwar um, änderte mein Verhalten ansonsten aber nicht, beschäftigte mich nach wie vor mit Spielen pornographischer Natur, legte dabei auch weiterhin Hand an. Luststeigerung durch Edging war das Ziel.  Ich rate dringend davon ab, denn irgendwann wird man die Kontrolle verlieren- so geschah es jedenfalls mir.  Ob es jedermann so geht, kann ich nicht sagen, aber es war mir äusserst unangenehm, wirklich peinlich, als ich den Fehler gestand.  Die Geschichte hatte lediglich ein Gutes: Fortan blieb ich tatsächlich keusch. Keine Pornographie mehr, keinerlei Handanlegen.  Und mittlerweile kann ich es mit Bestimmtheit sagen: Es ist grossartig so.

 

War ich lange Zeit bereits am Morgen völlig erschöpft, ist meine Energie nun wieder da.  Ich kann morgens aufstehen und den Tag beginnen. 

 

Auch mein Gemütszustand hat sich deutlich gebessert. Meine Laune ist sehr viel stabiler, die Stimmungsschwankungen, die zuvor erlebt habe, sind praktisch fort. 

 

Meine Libido ist zurück. Vor der ganzen Geschichte war es mir nicht wirklich aufgefallen, aber mein gesamter Sexualtrieb war durch die Pornosucht so vollkommen verdreht, dass ich selbst im Beisein einer wirklich attraktiven Frau keine wirkliche Lust mehr empfinden konnte. Keusch sein hat das korrigiert. 

 

Meine Herrin hat mir nicht nur gezeigt, was ich falsch mache, sondern auch den Weg heraus gewiesen, mir die Hand gereicht, um aus dieser Fallgrube zu entkommen, die Pornographie letztendlich darstellt. Dafür bin ich ihr dankbar und werde es ewig sein.

 

Erreicht hat sie dies relativ einfach, denn bei unseren ersten Treffen fiel schnell auf, dass etwas nicht stimmt, denn eine Erektion kam, wenn überhaupt, nur schwerlich zustande und hielt nie lang an. Dass physisch alles in Ordnung sein musste, wusste ich ja von daheim, wo alles problemlos funktionierte. Es ist tatsächlich so, dass man sich so sehr daran gewöhnen kann, dass wenn man es nicht selbst macht, überhaupt nichts mehr passiert, erklärte sie mir. 

 

Insofern war es einfach, den Pornokonsum zu stoppen, denn dies war die Lösung für eine Problematik, die ich genauso beschämend fand wie jeder andere Mann auch, der sie erlebt.  Dies war der erste Schritt. 

 

Der Zweite bestand darin, die Phantasie wieder anzuregen, die durch die jahrelange Pornosucht stark geschädigt war.  Meine Herrin brachte mich dazu, mich wieder mehr mit dem zu beschäftigen, was mir anregt.  Ohne äussere Einwirkung durchzuspielen, was mich fasziniert, und mir die Dinge vorzustellen, die ich versuchen möchte, führten nach einer Weile dazu, dass ich es wieder visualisieren konnte.  Was jahrelang unter Einwirkung von Pornos geschah, passierte nun wieder ganz alleine in meinem Kopf. Und als Folge davon, darf ich hinzufügen: Mittlerweile funktioniert alles wieder wie früher, vor der Pornosucht.  Es ist also umkehrbar. 

 

Ich darf am Ende all Jenen, denen es ehrlich geht, raten: 
Verbannt die Pornos und alles Ähnliche aus Eurem Leben. Hört mit der Wichserei auf.

 

Einer Sucht zu entkommen, ist sehr schwierig, allein schafft man das kaum.  Also sucht euch Hilfe. 

 

 

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